Ziegen werden zunehmend als eine der am besten geeigneten Nutztierarten für die Landwirtschaft unter den Bedingungen des Klimawandels anerkannt. Sie sind dürreresistent, können dort weiden, wo andere Tiere nicht hinkommen, und ernähren sich von Pflanzen, die für Rinder und Schafe ungeeignet sind. Deshalb gelten sie als wichtiger Verbündeter kleiner Landwirte angesichts immer extremerer Wetterbedingungen.
Ziegenmilch und daraus hergestellte Produkte – Käse, Joghurt, Kefir – erfreuen sich wachsender Beliebtheit bei den Verbrauchern, da sie als leicht verdaulich, gesund und mineralstoffreich gelten. In vielen Ländern entwickelt sich Ziegenkäse zu einem Premiumprodukt, das den bäuerlichen Betrieben zusätzlichen Wert verleiht.
Ziegen spielen auch eine entscheidende Rolle bei der Landschaftspflege – sie verhindern das Zuwachsen von Weiden und die Ausbreitung von Unkraut. In manchen Regionen werden sie sogar als „natürliche Brandwächter“ eingesetzt, da sie durch das Weiden die brennbare Biomasse reduzieren.
Immer mehr Landwirte verbinden die Ziegenhaltung mit dem ländlichen Tourismus: Käseverkostungen, Workshops zur Herstellung von Ziegenseife oder Hofführungen werden für Besucher attraktiv. So tragen Ziegen nicht nur zu Ernährung und Einkommen bei, sondern auch zur Bewahrung der ländlichen Kultur und Tradition.





