Die Schweizer Stiftung Pro Specie Rara (PSR) setzt sich seit über vier Jahrzehnten für den Erhalt alter Pflanzensorten und einheimischer Tierrassen ein. Seit ihrer Gründung im Jahr 1982 gilt sie als eines der bedeutendsten europäischen Modelle für den Schutz der Agrobiodiversität.
Nach aktuellen Daten unterstützt PSR 26 einheimische Tierrassen, rund 1.000 Garten- und Ackerpflanzen, sowie etwa 1.800 Obstsorten. Insgesamt umfasst ihr Katalog mehr als 3.000 pflanzengenetische Ressourcen.
Das Modell von PSR basiert auf lebendiger Erhaltung. Anstatt Samen und genetisches Material nur in Laboren aufzubewahren, gibt PSR sie zurück in die Hände von Landwirten, Gärtnern und kleinen Produzenten. Die Erhaltung findet auf Feldern, in Obstgärten und auf Weiden statt — dort, wo Genetik lebendig bleibt und sich weiterentwickelt.
Die Schweiz hat dieses Konzept als Teil ihrer nationalen Strategie anerkannt. In Zeiten des Klimawandels und unsicherer Märkte erweist sich Vielfalt als die stabilste Grundlage für Ernährungssicherheit.
Das PSR-Modell ist auch für Länder wie Serbien von großer Bedeutung, deren reiches genetisches Erbe gefährdet ist. Die Schweiz zeigt, dass Tradition ein Wettbewerbsvorteil sein kann — und dass Agrobiodiversität die Basis einer widerstandsfähigen und nachhaltigen Landwirtschaft bildet.





