Heunetze, Sparraufen oder Automaten: Damit Pferde langsamer fressen

Die moderne Pferdehaltung im Stall bringt neue Herausforderungen: Wie kann man sicherstellen, dass Pferde genügend Zeit zum Kauen und Verdauen haben, während Futterverluste verringert und die Arbeit erleichtert wird?

Traditionell wurde Heu auf den Boden gelegt, was die natürlichste Fresshaltung ermöglicht. Drei Mahlzeiten pro Tag führen jedoch zu langen Fresspausen, besonders nachts, was Koliken, Verdauungsprobleme und stereotype Verhaltensweisen auslösen kann.

Eine der einfachsten Maßnahmen sind Heunetze, die die Fresszeit deutlich verlängern. Studien zeigen, dass sie die Kauzeit im Vergleich zur Bodenfütterung verdoppeln. Entscheidend sind jedoch Maschenweite und Aufhängung – zu große Öffnungen erlauben schnelles Herausziehen, zu kleine erschweren älteren oder empfindlichen Pferden die Futteraufnahme.

Raufen mit engen Gitterstäben oder Netzen ermöglichen eine allmähliche Heuaufnahme bei gleichzeitig weniger Verlust. Sie fördern eine natürliche Körperhaltung.


Automatische Fütterungssysteme werden immer beliebter. Sie teilen die Tagesration in mehrere kleinere Portionen, wodurch Pferde satt bleiben, ohne sich zu überfressen. Für Besitzer und Personal bedeutet dies weniger Arbeit und größere Flexibilität. Manche Geräte erkennen sogar die Anwesenheit des Pferdes im Stall und geben nur dann Futter frei.

Vorteile neuer Systeme

  • längere Kauzeit – bessere Verdauung

  • weniger Heuverschwendung und Reinigung

  • gleichmäßigere Fütterung

  • mehr Flexibilität für Halter und Personal

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