Während andere Teile Europas erst in den Sommer starten, kämpft Niedersachsen bereits mit massiven Folgen der Frühjahrstrockenheit. In Landkreisen wie Emsland, Celle, Gifhorn und Braunschweig melden Landwirte staubtrockene Böden, ausgedünnte Bestände und Dauerbetrieb der Beregnungsanlagen.
„Ohne Beregnung hätten wir bereits jetzt Ertragsverluste“, berichtet Carsten Drewes, Landwirt aus dem Kreis Celle. Auf seinem Hof laufen fünf Anlagen – seit Anfang April, ungewöhnlich früh.
In Gifhorn und Oldenburg werfen Getreidepflanzen ihre unteren Blätter ab, Wiesen verbrennen nach dem ersten Schnitt und der Raps leidet. Sollte es in den nächsten zehn Tagen nicht regnen, drohen deutliche Verluste.
Auch in der Wesermarsch wird es langsam trocken. „Wenn bis Juni nichts kommt, wird es ernst“, warnt Dr. Karsten Padeken.
Bei unterdurchschnittlichen Niederschlägen und möglicher Priorisierung der Trinkwasserversorgung wird Wasser knapp.
Was bedeutet das für die Alpen?
Wenn selbst Deutschland, mit seiner effizienten Agrarstruktur, derart früh von Trockenheit betroffen ist, dann sind alpine Regionen besonders gefährdet. Der Schnee schmilzt früher, das Wasser versickert nicht – es fließt ab.
Dies ist keine regionale Krise. Es ist ein Weckruf für Europas Landwirtschaft.





