Das hundertjährige Jubiläum der Grünen Woche würdigt die beeindruckende Vielfalt der Land- und Ernährungswirtschaft, die in gleicher Weise von Tradition und Fortschritt geprägt ist. In diesem Jahr wird Halle 22a zum zentralen Treffpunkt der Bio-Gemeinschaft des Messegeschehens und vereint Produzenten, Forscher, Köche und Verbraucher unter dem gemeinsamen Motto Experience Organic. Besucher erfahren hier, wie verantwortungsvolle Erzeugung, sorgfältige Verarbeitung und durchdachte Vermarktung die Grundlage für eine lebenswerte Zukunft bilden. Ökologische Grundsätze bleiben zentral, während Regionalität als verbindendes Element deutlich hervortritt.
Während der gesamten Messe sind Verbraucher, Fachbesucher und Medien eingeladen, authentische Einblicke in die Welt der ökologischen Landwirtschaft zu gewinnen. Halle 22a bietet ein lebendiges Umfeld mit Kochdemonstrationen, Mitmach-Workshops und Verkostungen, das die Bio-Produktion greifbar macht. Das Bühnenprogramm mit den renommierten Bio-Köchen Nina Meyer und Sebastian Junge, ergänzt durch Weinproben, Expertengespräche, kreative Workshops und musikalische Darbietungen regionaler Künstler, schafft eine inspirierende Atmosphäre.
Ein wesentlicher Bestandteil der Bio-Halle ist das Bundesprogramm Ökologischer Landbau (BÖL), das 2026 selbst ein Jubiläum feiert. Seit fünfundzwanzig Jahren unterstützt das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Ländliche Räume mit dem BÖL den Ausbau des ökologischen und nachhaltigen Landbaus in Deutschland. In der Bio-Halle präsentiert das Programm Demonstrationsbetriebe, das Netzwerk der Bio-Verarbeitungspraxis, Forschungsteams, Vertreter von Bio-Städten, Akteure der Wertschöpfungskette, das Informationszentrum zum Bio-Siegel sowie die Vereinigung der Bio-Spitzenköche. Sie alle stehen den Messegästen für Gespräche, praktische Einblicke und regionale Kostproben zur Verfügung und verkörpern das Motto der Halle: Experience organic. Enjoy home.
Die großen Bio-Verbände setzen weitere Akzente. Bioland zeigt die Grundlagen, auf denen rund zehntausend Mitgliedsbetriebe wirtschaften, und macht die Vorteile des ökologischen Landbaus für Böden, Ökosysteme und ländliche Regionen greifbar.
Der Gemeinschaftsstand von Demeter widmet sich den Themen Genuss, Gesundheit und lebendigen Böden. Produkte wie biodynamischer Kaffee, Säfte, Honig und Wein spiegeln die Vielfalt wider. Eine lebensgroße Modellkuh lädt Besucher dazu ein, sich im Melken zu versuchen, und erinnert daran, dass Landwirtschaft bei grundlegenden Erfahrungen beginnt.
Naturland, der weltweit größte internationale Bio-Verband, zeigt, warum es wichtig ist, ökologischen Landbau regional und global zu fördern. Am Naturland-Stand erwarten die Gäste Bio-Kaffeespezialitäten, fair gehandeltes Olivenöl und eine spielerische Annäherung an die ökologische Aquakultur über eine „Fish and Chips“-Verkostung. Die Teilnahme von ALDI-SÜD unterstreicht den wachsenden Stellenwert von Bio-Produkten im Lebensmitteleinzelhandel.
Kulinarisch geht die Reise mit dem Küchenteam des Ökodorfes Brodowin weiter, das frische Gerichte aus saisonalen Zutaten der drei großen Bio-Verbände zubereitet. Aromatischer Espresso, cremige Kaffeespezialitäten und hausgemachte Backwaren runden das Angebot ab.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) steht ebenfalls für Gespräche mit Fachgästen aus Landwirtschaft, Lebensmittelwirtschaft, Politik und Gesellschaft bereit.
Weitere Aussteller erweitern das Bild der Bio-Halle. Der Berliner Senat präsentiert das Projekt „BERLIN isst anders“, während die Zukunftsstiftung Landwirtschaft ihre Wanderausstellung „Weltacker“ zeigt. Moderne Technik ist ebenfalls vertreten, etwa durch einen Elektrotraktor von Fendt. Neuartige Geschmackswelten bieten das vegane Bio-Cateringunternehmen KERNVOll und der Fruchtgummi-Hersteller Rockets Nutrition.
In Halle 22a zeigt sich deutlich: Der ökologische Landbau ist innovativ, zukunftsorientiert und nachhaltig. Besucher aller Altersklassen können hier Nachhaltigkeit unmittelbar erleben – durch regionale Produkte, interaktive Angebote und Ideen, die schon heute das Ernährungssystem von morgen erahnen lassen.




