Madrid im Zeichen des Obstes: Fruit Attraction vereint Europa und die Welt

Der zweite Tag der internationalen Messe Fruit Attraction 2025 in Madrid bestätigte den Status dieser Veranstaltung als einen der wichtigsten Treffpunkte der weltweiten Obstbranche. Produzenten, Exporteure, Importeure und Händler aus aller Welt kamen zusammen – besonders im Fokus standen Italien, Deutschland und Frankreich.

Italien: Zwischen Tafeltrauben und Kiwis

Für italienische Exporteure ist der Herbst ein entscheidender Moment. Während die Tafeltraubenkampagne zu Ende geht, werden die Märkte für Kiwi und Äpfel festgelegt und die Grundlagen für Zitrusfrüchte geschaffen. Viele italienische Produzenten und Händler nutzten Madrid, um ihre Beziehungen zu Partnern aus dem Mittelmeerraum, dem Nahen Osten und außereuropäischen Märkten zu festigen.

Besondere Aufmerksamkeit galt dem Tafeltraubensektor, der trotz schwieriger Wochen Anzeichen von Widerstandsfähigkeit zeigte. Produzenten aus Apulien und Sizilien präsentierten traditionelle und kernlose Sorten, und auch das Interesse an Trauben mit Kernen lebte vorsichtig wieder auf. Die Nachfrage aus Frankreich, Spanien und Polen nährte verhaltenen Optimismus, obwohl die Unsicherheit über die Preise bestehen bleibt. Italienische Experten betonen, dass die kommenden vierzig Tage entscheidend für den Verlauf der Saison sein werden.

Italien trat in diesem Jahr mit einem gemeinschaftlichen Stand an zentraler Stelle auf – zum ersten Mal. Diese strategische Entscheidung brachte mehr Sichtbarkeit und eröffnete neue Chancen, insbesondere im Bio-Sektor, der für anspruchsvolle Märkte wie Deutschland, Frankreich und die Vereinigten Arabischen Emirate besonders attraktiv ist.

Deutschland und Österreich: Verstärkte Präsenz

Deutsche und österreichische Unternehmen traten zahlreicher auf als in den vergangenen Jahren. „Wir sind nicht nur wegen des spanischen Marktes hier, sondern auch, um unser internationales Geschäft auszubauen“, betonte ein Exporteur.

Deutsche Aussteller hoben hervor, dass die Messe insgesamt „lebendiger“ sei als im Vorjahr und dass der Besucherverkehr das Niveau von 2024 deutlich übersteige. Für viele ist es die ideale Gelegenheit, neue Kontakte inmitten der Apfel- und Birnensaison zu knüpfen.

Frankreich: Positive Energie und hohe Besucherzahlen

Der französische Pavillon in Halle 6 gehörte zu den belebtesten der Messe. Die ersten beiden Tage brachten eine Rekordbeteiligung, deutlich höher als im Vorjahr. Am dritten Tag gingen die Meinungen auseinander – während einige Stände stark besucht blieben, ließ der Zustrom bei anderen nach.

Insgesamt herrscht jedoch Einigkeit: Die Ausgabe 2025 übertrifft die von 2024, die bereits als „hervorragend“ galt. „Madrid hat seinen Status als unverzichtbare Messe bestätigt“, erklärten französische Aussteller, „zumal sie perfekt in den landwirtschaftlichen Kalender passt, da viele Kampagnen genau jetzt beginnen.“

Eine Messe, die den Markt prägt

Die diesjährige Fruit Attraction zeigte erneut, warum Madrid immer mehr zum Zentrum des weltweiten Obsthandels wird. Hier werden Preise festgelegt, Trends bestätigt und Verbindungen geknüpft, die den Verlauf der Saison bestimmen. Für Produzenten und Händler aus Europa und der ganzen Welt bleibt diese Veranstaltung ein unverzichtbarer Fixpunkt im Agrarkalender.

FOTO: https://www.ifema.es/en/fruit-attraction 

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